Michaela

Eine Geschichte über mich

Ich bin Michaela, nun gehe ich schon seit dem 04. August 2016 in die Sozialassistenten Seiteneinsteiger Klasse des Diakonie Kollegs in Wolfsburg. Wenn ich an das Bewerbungsverfahren zurück denke, war danach meine Hoffnung angenommen zu werden gleich Null. Meine Gedanken waren: die anderen haben Erfahrung mit Kinder, arbeiten bereits in einer Einrichtung oder sind als Vertretungskraft eingesetzt.

Im Alter von sechszehn Jahren hatte ich mich für eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau entschieden, obwohl ich den Wunsch hatte Erzieherin zu werden um mit Kinder zu arbeiten. Den Beruf übte ich vierzehn Jahre aus, elf davon als Filialleitung. Ich erinnere mich genau an den Moment als ich die Zusage für die Schule bekam. Ich war überglücklich, dass sich mein Kindheitstraum erfüllt.

Ich habe mich bewusst entschieden diese Ausbildung zu machen und ich erlebe täglich wie sich dies auf mein Handeln auswirkt. Ich freue mich jeden Tag auf meine Arbeit, die Kinder zu beobachten, zu begleiten oder anzuleiten. In der Schule werden für mich Dinge sichtbar gemacht, die ich vorher nicht wusste und diese kann ich dann in der Praxis erkennen oder anwenden. Wie beispielsweise das Thema Beobachtung, was ich sehr spannend finde. Ebenso die fünf Lerndispositionen nach Margaret Carr, die einem den ressourcenorientierten Blick verschaffen. Somit beobachtet man das Kind, sachlich in der frei gewählten Tätigkeit des Kindes und schaut auf seine Interessen und Stärken. Nach der Beobachtung wird ein individuelles Angebot für das Kind entwickelt um seine Ressourcen und Potenziale weiter zu fördern. Ich habe für mich festgestellt, dass das Beobachten eine entscheidende Aufgabe der pädagogischen Fachkraft ist. Denn nur wenn genau hingeschaut wird und die Interessen, Stärken und Bedürfnisse des Kindes erkannt werden, kann das Kind zu einer eigenständigen, selbstständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranwachsen.

Ich bin überrascht von mir selbst, wie viel neues Fachwissen ich schon aufgenommen habe. Was sicher an der interaktiven Gestaltung des Unterrichts liegt, die mir vielseitige Einblicke in die Sichtweisen der Mitschüler bietet. Auch kann ich mich bei Fragen, die mich beschäftigen, an meine Kollegen in meiner Einrichtung wenden, die mir alles beantworten, was ich wissen möchte. Sie geben mir somit einen Einblick in die Welt der Kinder. 

Ich bin gespannt auf die restliche Ausbildung und was ich noch alles lernen kann. Ich bin zufrieden und glücklich diesen Schritt in eine neue Arbeitswelt gemacht zu haben.